✓ Alle wichtigen Finanzthemen einfach erklärt
✓ Von A–Z: Begriffe rund um Geld, Börse & Versicherungen
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Finanzlexikon
A
Abgeltungssteuer – Das ist eine Steuer auf Gewinne aus Geldanlagen, zum Beispiel auf Zinsen, Dividenden oder Aktiengewinne. In Deutschland liegt sie bei 25 % plus kleine Zuschläge. Die Bank zieht die Steuer automatisch ab und überweist den Rest. Damit ist alles erledigt – du musst dich darum nicht mehr kümmern.
Beispiel: Du bekommst 100 € Gewinn aus Aktien. Die Bank behält 25 € Abgeltungssteuer ein und zahlt dir 75 € aus.
Abhandenkommen bedeutet, dass dir eine Sache unfreiwillig wegkommt. Du hast sie also nicht freiwillig hergegeben, sondern sie ist dir „entglitten“. Typische Fälle sind Diebstahl, Trick oder wenn du kurz nicht aufpasst und jemand die Gelegenheit nutzt.
Beispiel: Du stellst dein Fahrrad vor dem Supermarkt ab, gehst einkaufen – und als du zurückkommst, ist es verschwunden. Das Fahrrad ist dir „abhandengekommen“.
Ablauf bedeutet, dass eine festgelegte Zeit oder Frist zu Ende geht. Danach endet etwas automatisch, ohne dass man noch etwas tun muss.
Beispiel: Deine Haftpflichtversicherung läuft bis zum 31.12. Ist dieser Tag vorbei, ist der Vertrag abgelaufen.
Abwasserschäden sind Schäden, die entstehen, wenn Abwasser aus Rohren oder der Kanalisation austritt oder zurückgedrückt wird und dadurch Dinge beschädigt. Häufig passiert das bei Rohrverstopfungen oder starkem Regen, wenn die Kanalisation überlastet ist.
Beispiel: Nach einem Unwetter läuft Abwasser in den Keller und beschädigt Möbel und Elektrogeräte – das ist ein Abwasserschaden.
Aktien sind Anteile an einem Unternehmen. Wer eine Aktie kauft, wird Miteigentümer eines kleinen Teils dieses Unternehmens. Der Wert der Aktie steigt oder fällt je nachdem, wie gut das Unternehmen wirtschaftlich dasteht und wie es an der Börse eingeschätzt wird.
Beispiel: Du kaufst eine Aktie von BMW. Läuft das Unternehmen gut und der Kurs steigt, kannst du die Aktie später teurer verkaufen und Gewinn machen.
Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB) sind die schriftlichen Vertragsregeln, die für alle Kunden einer Versicherung gelten. Darin steht genau, welche Leistungen versichert sind, welche ausgeschlossen sind und welche Pflichten man als Versicherungsnehmer hat. Die AVB bilden zusammen mit dem Versicherungsschein den rechtlichen Rahmen des Vertrags.
Beispiel: In den AVB einer Hausratversicherung steht, dass Einbruchdiebstahl versichert ist, Schäden durch einfachen Diebstahl (z. B. offenes Fenster) aber nicht.
Allmählichkeitsschaden bezeichnet einen Schaden, der nicht plötzlich entsteht, sondern sich langsam über einen längeren Zeitraum entwickelt. Er tritt durch ständige Einwirkung ein, zum Beispiel durch Feuchtigkeit, Rauch oder Abgase. In den Allgemeinen Haftpflichtbedingungen (AHB) wird geregelt, ob und wie solche Schäden versichert sind.
Beispiel: Durch ein kleines, unbemerktes Leck in einem Rohr sickert über Monate Wasser in die Wand und verursacht Schimmel – das ist ein Allmählichkeitsschaden.
Alterseinkünftegesetz (AltEinkG) ist ein Gesetz in Deutschland, das regelt, wie Renten und andere Einkünfte im Alter besteuert werden. Seit 2005 gilt, dass Renten schrittweise immer stärker versteuert werden, während Beiträge zur Altersvorsorge nach und nach steuerlich absetzbar sind. Ziel ist es, die Besteuerung von Renten und Pensionen einheitlich und gerechter zu machen.
Beispiel: Jemand, der 2025 in Rente geht, muss bereits einen großen Teil seiner Rente versteuern. Wer erst viele Jahre später in Rente geht, muss seine Rente fast vollständig versteuern.
Amtshaftpflichtversicherung ist eine spezielle Haftpflichtversicherung für Beamte, Angestellte im öffentlichen Dienst oder Kommunalpolitiker. Sie springt ein, wenn diese Personen bei ihrer Arbeit einen Fehler machen und dadurch jemandem ein Schaden entsteht. So sind sie vor hohen privaten Kosten geschützt.
Beispiel: Ein städtischer Bauamtsmitarbeiter übersieht bei einer Genehmigung einen Fehler, wodurch einem Bürger ein finanzieller Schaden entsteht. Die Amtshaftpflichtversicherung übernimmt in diesem Fall die Regulierung des Schadens.
Annuität bedeutet eine gleichbleibende, regelmäßig zu zahlende Rate, die aus Zinsen und Tilgung besteht. Sie wird vor allem bei Krediten verwendet. Am Anfang macht der Zinsanteil den größten Teil aus, später verschiebt es sich immer mehr zur Tilgung, aber die Rate bleibt gleich hoch.
Beispiel: Du nimmst einen Kredit über 100.000 € auf und zahlst jeden Monat 500 €. Diese feste Rate von 500 € ist die Annuität – darin stecken Zinsen für die Bank und Stück für Stück die Rückzahlung des Kredits.
Anlagerisiko in der Haftpflichtversicherung bedeutet das Risiko, dass aus dem Besitz oder Betrieb von Grundstücken, Gebäuden oder Anlagen Schäden entstehen können, für die der Eigentümer haftet. Es geht also darum, dass schon allein der Besitz einer Sache eine Gefahrenquelle darstellt.
Beispiel: Dir gehört ein Haus. Ein Ziegel löst sich vom Dach und beschädigt das Auto deines Nachbarn. Dieser Schaden fällt unter das Anlagerisiko in der Haftpflichtversicherung.
Antrag bedeutet im Versicherungsbereich, dass eine Person der Versicherung mitteilt, welchen Vertrag sie abschließen möchte. Mit dem Antrag gibt man alle wichtigen Daten an, wie persönliche Angaben, gewünschte Leistungen und Laufzeit. Die Versicherung prüft den Antrag und entscheidet, ob sie ihn annimmt. Erst wenn die Annahme erfolgt, kommt der Vertrag zustande.
Beispiel: Du füllst ein Formular aus, um eine Hausratversicherung abzuschließen. Dieses Formular ist dein Antrag – erst wenn die Versicherung zustimmt, beginnt der Vertrag.
Anzeigepflicht heißt, dass du beim Abschluss einer Versicherung alle wichtigen Fragen ehrlich beantworten musst. Dazu gehören zum Beispiel Angaben zu deiner Gesundheit oder zu deinem Haus. Wenn du etwas verschweigst oder falsch angibst, kann die Versicherung im Schadensfall die Leistung verweigern.
Beispiel: Jemand beantragt eine Krankenversicherung und gibt eine bestehende Krankheit nicht an. Später weigert sich die Versicherung zu zahlen, weil die Anzeigepflicht verletzt wurde.
Arglistige Täuschung bedeutet, dass jemand absichtlich falsche Angaben macht oder wichtige Informationen verschweigt, um einen Vorteil zu bekommen. In Versicherungen heißt das meist, dass bewusst falsche Antworten im Antrag gegeben werden. Kommt das heraus, kann die Versicherung den Vertrag rückwirkend anfechten und muss nicht zahlen.
Beispiel: Jemand verschweigt beim Antrag auf eine Lebensversicherung absichtlich eine schwere Krankheit. Stellt die Versicherung das fest, kann sie den Vertrag wegen arglistiger Täuschung auflösen.
Assekuranz ist ein anderes Wort für Versicherungswesen oder einfach die gesamte Versicherungsbranche. Es wird oft in Fachtexten oder in der Wirtschaftssprache benutzt, meint aber nichts anderes als „Versicherung“.
Beispiel: Wenn man sagt „die deutsche Assekuranz“, meint man alle Versicherungsunternehmen in Deutschland.
Assistance-Leistungen sind zusätzliche Hilfe- und Serviceleistungen, die eine Versicherung neben der reinen Geldzahlung anbietet. Es geht dabei um praktische Unterstützung im Notfall.
Beispiel: Bei einer Autoversicherung gehört oft ein Pannendienst dazu. Wenn dein Auto liegenbleibt, schickt die Versicherung sofort einen Abschleppwagen – das ist eine Assistance-Leistung.
ATA-Versicherung ist eine spezielle technische Versicherung für Anlagen und Geräte, die nicht zu den klassischen Maschinen gehören. Dazu zählen zum Beispiel Telefonanlagen, Alarmanlagen, Geldautomaten oder Leuchtreklamen. Versichert sind Schäden durch Bedienfehler, Konstruktionsfehler, Kurzschluss oder auch äußere Einwirkungen.
Beispiel: Ein Blitzschlag beschädigt die Telefonanlage eines Unternehmens. Die ATA-Versicherung übernimmt die Reparaturkosten.
Aufhebung von Versicherungsverträgen bedeutet, dass ein bestehender Versicherungsvertrag beendet wird. Das kann durch eine reguläre Kündigung, einen Widerruf oder durch eine einvernehmliche Aufhebungsvereinbarung zwischen Versicherer und Kunde geschehen.
Beispiel: Versicherer und Versicherungsnehmer einigen sich schriftlich darauf, den Vertrag schon vor Ablauf der regulären Laufzeit zu beenden.
Aufräumungs- und Abbruchkosten – Kosten für das Entfernen und Entsorgen beschädigter Teile nach einem Schaden.
Beispiel: Nach einem Brand zahlt die Versicherung für das Entfernen der Trümmer.
Aufsichtspflicht – Pflicht, Kinder oder Schutzbefohlene zu beaufsichtigen. Wer sie verletzt, haftet für Schäden.
Beispiel: Ein Kind wirft unbeaufsichtigt einen Ball gegen eine Fensterscheibe.
Aufsichtspflicht – Pflicht, Kinder oder Schutzbefohlene zu beaufsichtigen. Wer sie verletzt, haftet für Schäden.
Beispiel: Ein Kind wirft unbeaufsichtigt einen Ball gegen eine Fensterscheibe.
Außenversicherung – Teil der Hausratversicherung: Schützt Gegenstände auch vorübergehend außerhalb der Wohnung.
Beispiel: Dein Laptop wird im Urlaub aus dem Hotelzimmer gestohlen – die Außenversicherung zahlt.
Auskunftspflicht – Nach einem Schaden muss man dem Versicherer alle wichtigen Informationen geben.
Beispiel: Nach einem Einbruch muss der Versicherte eine Liste der gestohlenen Sachen einreichen.
Auslandsreisekrankenversicherung – Versicherungsschutz für Behandlungen im Ausland, die die Krankenkasse nicht übernimmt.
Beispiel: Du brichst dir im Urlaub in Spanien das Bein – die Versicherung zahlt Krankenhaus und Rücktransport.
Ausschlussfrist (Unfallversicherung) – Bestimmte Fristen, innerhalb derer ein Schaden gemeldet oder ärztlich festgestellt sein muss.
Beispiel: Die Invalidität nach einem Unfall muss innerhalb von 15 Monaten ärztlich festgestellt sein, sonst zahlt die Versicherung nicht.
B
Bauartklassen – Gebäude werden nach Bauweise und Dachmaterial in verschiedene Klassen eingeteilt. Das ist wichtig für die Feuerversicherung, weil die Brandgefahr je nach Bauweise unterschiedlich hoch ist.
Beispiel: Ein Ziegelhaus mit festem Dach hat eine günstigere Bauartklasse als ein Reetdachhaus, das leichter brennt.
Bauherrenhaftpflichtversicherung – Sie schützt Bauherren vor Schäden, die anderen Menschen durch die Baustelle entstehen. Denn der Bauherr trägt die Verantwortung für die Sicherheit auf der Baustelle.
Beispiel: Ein Passant stolpert über herumliegende Steine und verletzt sich – die Bauherrenhaftpflicht zahlt den Schaden.
Baukostenindex – Ein Wert, der regelmäßig vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht wird. Er zeigt, wie teuer das Bauen im Vergleich zu früher geworden ist. Versicherungen nutzen ihn, um die Versicherungssumme bei Gebäuden automatisch an steigende Baukosten anzupassen.
Beispiel: Steigen die Baupreise stark, wird auch deine Wohngebäudeversicherung teurer, weil dein Haus zum aktuellen Wert abgesichert sein soll.
Bauleistungsversicherung – Diese Versicherung schützt Bauherren und Bauunternehmen während der Bauphase. Sie deckt Schäden an Bauleistungen, Materialien oder Bauteilen ab – etwa durch Unwetter, Vandalismus, Diebstahl oder Verarbeitungsfehler.
Beispiel: Ein Sturm reißt die frisch gesetzten Gerüste um – die Bauleistungsversicherung übernimmt die Kosten.
Bauschadenversicherung – Ein anderer Name für die Bauleistungsversicherung. Sie meint denselben Schutz für Bauprojekte.
Beispiel: Wird Material auf einer Baustelle durch Vandalismus zerstört, zahlt die Bauschadenversicherung.
Beitragsrechner – Ein Online-Tool, mit dem man schnell ausrechnen kann, wie hoch die Beiträge einer Versicherung sind. Es reicht, ein paar Daten einzugeben, und schon sieht man den Beitrag.
Beispiel: Du gibst Wohnfläche und Postleitzahl in den Rechner ein und erfährst, was deine Hausratversicherung pro Monat kostet.
Berufsgenossenschaften (GUV) – Sie sind die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland. Sie sichern Arbeitnehmer bei Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und Wegeunfällen ab. Außerdem kümmern sie sich um Prävention.
Beispiel: Ein Mitarbeiter verletzt sich auf der Arbeit – die Berufsgenossenschaft übernimmt die Behandlungskosten und die Reha.
Berufshilfe – Eine Leistung der gesetzlichen Unfallversicherung. Sie unterstützt Versicherte, die nach einem Unfall oder einer Berufskrankheit nicht mehr im alten Job arbeiten können, zum Beispiel durch Umschulung oder Weiterbildung.
Beispiel: Ein Bäcker kann wegen einer Allergie nicht mehr in seiner Backstube arbeiten. Die Unfallversicherung bezahlt eine Umschulung zum Bürokaufmann.
Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) – Ein Zusatz zu einer Lebens- oder Rentenversicherung. Wird man berufsunfähig, zahlt sie eine monatliche Rente und übernimmt die Beiträge für die Hauptversicherung.
Beispiel: Ein Dachdecker verletzt sich schwer am Rücken und kann nicht mehr arbeiten – die BUZ zahlt ihm eine monatliche Rente.
Billigungsklausel – Eine Regel, die festlegt, dass Änderungen zwischen Antrag und Versicherungsschein automatisch gelten, wenn der Kunde nicht widerspricht. Der Kunde hat dafür einen Monat Zeit.
Beispiel: Du beantragst eine Versicherung mit 200.000 Euro Deckungssumme, im Versicherungsschein stehen aber 250.000 Euro. Widersprichst du nicht, gilt die höhere Summe.
Biometrisches Risiko / Biometrische Versicherung – Damit sind Risiken gemeint, die mit dem Leben und der Gesundheit eines Menschen zusammenhängen, zum Beispiel Tod, Invalidität oder eine sehr lange Lebensdauer. Versicherungen wie die Lebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung kalkulieren Beiträge genau nach diesen Risiken.
Beispiel: Eine private Rentenversicherung berücksichtigt, dass Menschen immer älter werden. Deshalb wird der Beitrag so berechnet, dass auch sehr lange Rentenzahlungen abgesichert sind.
Der Buchwert ist der Wert eines Vermögensgegenstands, wie er in der Bilanz eines Unternehmens ausgewiesen wird. Er ergibt sich aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen und Wertberichtigungen. Der Buchwert kann deutlich vom aktuellen Marktwert abweichen.
C
Call-Option – Eine Call-Option ist ein Vertrag, der dem Käufer das Recht gibt, einen bestimmten Wert (z. B. eine Aktie) zu einem festen Preis innerhalb einer bestimmten Zeit zu kaufen. Sie wird genutzt, um auf steigende Kurse zu setzen.
Beispiel: Du kaufst eine Call-Option auf eine Aktie mit einem Preis von 50 €. Steigt die Aktie später auf 70 €, kannst du sie trotzdem für 50 € kaufen und Gewinn machen.
Coupon – Der Coupon ist die Zinszahlung einer Anleihe. Anleger erhalten damit regelmäßig einen festen Betrag für das geliehene Geld.
Beispiel: Du kaufst eine Anleihe über 1.000 € mit 5 % Coupon. Jedes Jahr bekommst du 50 € Zinsen ausgezahlt.
Credit Rating – Eine Bewertung der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens, Staates oder einer Anleihe durch Rating-Agenturen. Es zeigt, wie wahrscheinlich es ist, dass Schulden zurückgezahlt werden.
Beispiel: Deutschland hat ein sehr gutes Credit Rating („AAA“), weil es als sehr zahlungsfähig gilt.
Credit Default Swap (CDS) – Ein CDS ist eine Art Versicherung gegen den Ausfall einer Anleihe oder eines Kredits. Der Käufer zahlt eine Prämie, und der Verkäufer springt ein, wenn der Schuldner nicht zahlen kann.
Beispiel: Du kaufst einen CDS auf eine Unternehmensanleihe. Geht das Unternehmen pleite, ersetzt dir der Verkäufer des CDS den Verlust.
D
Deckungslücke – Eine Deckungslücke entsteht, wenn die Versicherung nicht alle Kosten übernimmt oder bestimmte Risiken nicht abgesichert sind.
Beispiel: Deine Krankenkasse zahlt nur eine einfache Zahnfüllung, die teurere Keramikfüllung musst du selbst bezahlen – das ist die Deckungslücke.
Deckungssumme – Das ist die maximale Summe, bis zu der die Versicherung im Schadensfall zahlt.
Beispiel: Deine Haftpflicht hat eine Deckungssumme von 10 Millionen Euro. Verursachst du einen Schaden von 12 Millionen, musst du 2 Millionen selbst übernehmen.
Deliktsfähigkeit – Bedeutet, dass jemand rechtlich für Schäden haftet, die er verursacht. Kinder sind bis zu einem gewissen Alter nicht deliktsfähig.
Beispiel: Ein 6-jähriges Kind zerkratzt ein Auto. Da es noch nicht deliktsfähig ist, müssen die Eltern den Schaden nicht bezahlen.
Ein Depot ist ein Konto bei einer Bank oder einem Broker, auf dem Wertpapiere wie Aktien, Fonds oder Anleihen verwahrt werden. Es ermöglicht den Kauf, Verkauf und die Verwaltung von Wertpapieren. Ohne Depot ist kein Börsenhandel möglich.
Dienstreiseversicherung – Eine Versicherung, die Arbeitnehmer oder Selbstständige auf Geschäftsreisen schützt. Sie deckt Kosten bei Krankheit, Unfall oder Gepäckverlust.
Beispiel: Auf einer Dienstreise in Italien wirst du krank – die Dienstreiseversicherung übernimmt die Arztkosten und den Rücktransport.
Direktanspruch / Direkthaftung – Erlaubt dem Geschädigten, seine Forderung direkt bei der Versicherung des Verursachers einzureichen, ohne Umweg über den Verursacher selbst.
Beispiel: Nach einem Autounfall meldest du den Schaden direkt bei der Kfz-Versicherung des Unfallgegners.
Direktversicherung – Eine Form der betrieblichen Altersvorsorge. Der Arbeitgeber schließt für den Arbeitnehmer eine Lebens- oder Rentenversicherung ab, meist aus dem Bruttogehalt finanziert.
Beispiel: Dein Arbeitgeber zahlt monatlich 150 Euro in deine Direktversicherung ein, damit du später eine Zusatzrente erhältst.
E
Eigenkapital – Das ist das Geld, das einem Unternehmen oder einer Person wirklich selbst gehört, also ohne Schulden.
Beispiel: Dein Haus ist 300.000 Euro wert, du hast noch 100.000 Euro Kredit offen. Dein Eigenkapital beträgt 200.000 Euro.
Eigentumswechsel – Wenn eine Sache den Besitzer wechselt, gehen bestehende Versicherungsverträge in der Regel auf den neuen Eigentümer über.
Beispiel: Du kaufst ein Haus – die Wohngebäudeversicherung des Vorbesitzers geht automatisch auf dich über.
Einbruchdiebstahl (ED) – Ein Diebstahl, bei dem jemand gewaltsam in ein Gebäude eindringt.
Beispiel: Ein Dieb bricht die Wohnungstür auf und stiehlt Schmuck – das ist ein Einbruchdiebstahl.
Einstandspflicht – Bedeutet, dass eine Versicherung im Schadenfall leisten muss.
Beispiel: Du beschädigst das Handy eines Freundes. Deine Haftpflichtversicherung hat die Einstandspflicht und bezahlt den Schaden.
Elementarversicherung – Eine Zusatzversicherung zu Hausrat- oder Wohngebäudeversicherungen. Sie deckt Schäden durch Naturgefahren wie Überschwemmung, Erdbeben oder Schneedruck ab.
Beispiel: Nach starkem Regen tritt ein Fluss über die Ufer und überschwemmt dein Haus – die Elementarversicherung zahlt.
Entschädigungsgrenze – Ein festgelegter Höchstbetrag, bis zu dem die Versicherung für bestimmte Schäden zahlt.
Beispiel: Deine Hausratversicherung ersetzt Bargeld nur bis 1.000 Euro, auch wenn mehr gestohlen wurde.
Emission – Die Herausgabe neuer Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen durch ein Unternehmen oder den Staat, um Geld einzusammeln.
Beispiel: Ein Unternehmen bringt neue Aktien an die Börse, um Kapital für Investitionen zu bekommen.
Erbschaftsteuer – Eine Steuer, die fällig wird, wenn Vermögen durch Erbschaft übergeht.
Beispiel: Du erbst ein Haus im Wert von 300.000 Euro. Abhängig vom Freibetrag musst du auf einen Teil Erbschaftsteuer zahlen.
Das sind Zahlungen oder Sachleistungen, die die Versicherung im Schadenfall erbringt.
Beispiel: Nach einem Brand ersetzt dir die Versicherung entweder den Neupreis deiner Möbel oder beschafft neue Möbel.
Der Effektivzins zeigt die tatsächlichen Kosten eines Kredits pro Jahr. Er beinhaltet nicht nur den Zinssatz, sondern auch Gebühren und Nebenkosten.
Beispiel: Ein Kredit hat 4 % Sollzins, aber mit Gebühren liegt der Effektivzins bei 4,5 %.
Ein ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der einen Index wie den DAX oder S&P 500 nachbildet. Er kombiniert die Vorteile von Fonds (Diversifikation) mit der Flexibilität von Aktien (Handel an der Börse). ETFs sind oft kostengünstig und transparent.
Eurobond – Eine Anleihe, die in Euro ausgegeben wird, aber nicht unbedingt von einem Euro-Land stammt. Sie dient der internationalen Kapitalaufnahme.
Beispiel: Eine japanische Firma gibt einen Eurobond in Euro aus, damit europäische Anleger leichter investieren können.
EBIT / EBITDA – Kennzahlen, die den Gewinn eines Unternehmens zeigen. EBIT ist der Gewinn vor Zinsen und Steuern, EBITDA zusätzlich vor Abschreibungen.
Beispiel: Hat ein Unternehmen 10 Mio. € Gewinn, aber 2 Mio. € Zinsen und Steuern, liegt das EBIT bei 12 Mio. €.
F
Fahrlässigkeit – Fahrlässigkeit bedeutet, dass jemand nicht absichtlich, sondern durch Unachtsamkeit oder Nachlässigkeit einen Schaden verursacht.
Beispiel: Du lässt eine Kerze brennen und gehst einkaufen. Das Feuer breitet sich aus – das ist fahrlässig.
Fahrraddiebstahlversicherung – Eine spezielle Versicherung, die Fahrräder gegen Diebstahl absichert. Oft kann sie als Zusatz zur Hausratversicherung abgeschlossen werden.
Beispiel: Dein abgeschlossenes Fahrrad wird am Bahnhof gestohlen – die Fahrraddiebstahlversicherung ersetzt den Wert.
Fahrzeugversicherung – Oberbegriff für verschiedene Versicherungen rund um Autos, Motorräder oder andere Fahrzeuge. Dazu gehören Kfz-Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko.
Beispiel: Nach einem Unfall zahlt deine Kfz-Haftpflicht den Schaden am gegnerischen Auto.
Fälligkeit der Prämien – Zeitpunkt, ab dem der Versicherungsbeitrag gezahlt werden muss. Nur wenn die Prämie pünktlich bezahlt wird, besteht voller Versicherungsschutz.
Beispiel: Deine Kfz-Versicherung wird am 1. Januar fällig. Zahlst du nicht rechtzeitig, riskierst du, dass der Versicherungsschutz entfällt.
Familienversicherung – Teil der gesetzlichen Krankenversicherung. Ehepartner und Kinder sind beitragsfrei mitversichert, solange sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Beispiel: Dein Kind ist noch Schüler und hat kein eigenes Einkommen – es ist kostenlos über dich familienversichert.
Finanzplan – Ein Überblick über Einnahmen, Ausgaben und geplante Investitionen. Er hilft, die eigenen Finanzen langfristig zu steuern.
Beispiel: Du planst monatlich 300 € fürs Sparen, 800 € für Miete und 200 € für Freizeit – das ist dein Finanzplan.
Folgeschäden – Schäden, die sich erst nach einem ersten Schaden ergeben.
Beispiel: Ein Rohrbruch beschädigt deine Wand. Später entsteht durch die Feuchtigkeit Schimmel – das ist ein Folgeschaden.
Fonds – Ein Fonds ist ein Geldtopf, in den viele Anleger einzahlen. Das Geld wird von Profis gesammelt in verschiedene Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen investiert.
Beispiel: Du kaufst Anteile an einem Aktienfonds. Dein Geld wird zusammen mit dem Geld anderer Anleger in viele verschiedene Aktien investiert.
Franchise – Ein fester Betrag, den der Versicherte im Schadensfall selbst tragen muss. Erst ab diesem Betrag leistet die Versicherung.
Beispiel: Deine Krankenversicherung hat eine Franchise von 500 €. Bei kleineren Rechnungen zahlst du selbst, darüber übernimmt die Versicherung.
Fremdkapital – Geld, das sich ein Unternehmen oder eine Privatperson von außen leiht, z. B. durch Kredite oder Anleihen.
Beispiel: Eine Firma nimmt einen Bankkredit über 1 Mio. € auf – das ist Fremdkapital.
Fremdversicherung – Wenn jemand eine Versicherung zugunsten einer anderen Person abschließt.
Beispiel: Ein Vater schließt eine Unfallversicherung für sein Kind ab – das ist eine Fremdversicherung.
Futures – Verträge, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, einen bestimmten Wert (z. B. Rohstoffe, Aktien) zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu handeln.
Beispiel: Du kaufst einen Future auf Öl. In drei Monaten musst du das Öl zum vereinbarten Preis abnehmen, egal wie sich der Marktpreis entwickelt.
Fundamentalanalyse – Eine Methode, um den Wert von Aktien oder Unternehmen zu beurteilen. Dabei werden Kennzahlen wie Gewinn, Umsatz und Schulden analysiert.
Beispiel: Ein Investor prüft die Bilanz eines Unternehmens und erkennt, dass es stabil wächst – daraufhin kauft er die Aktie.
G
Eine Garantie ist ein vertraglich zugesichertes Versprechen, für einen bestimmten Schaden oder Ausfall einzustehen. Im Finanzbereich kann dies etwa eine Einlagengarantie durch den Staat oder eine Rückzahlungszusage bei Produkten sein. Sie schafft Vertrauen und Sicherheit für Anleger.
Gebündelte Versicherung – Eine Versicherung, die mehrere Risiken in einem Vertrag zusammenfasst. So hat man nicht viele einzelne Policen, sondern eine zentrale.
Beispiel: Eine Landwirteversicherung deckt in einem Vertrag Gebäude, Maschinen und Tiere ab.
Gefahrenerhöhung (Hausratversicherung) – Bedeutet, dass das Risiko eines Schadens steigt. Das muss der Versicherung gemeldet werden, weil es den Vertrag beeinflusst.
Beispiel: Du stellst in deiner Wohnung eine Werkstatt mit brennbaren Stoffen auf – das ist eine Gefahrenerhöhung.
Geldmarkt – Teil des Finanzmarkts, auf dem kurzfristige Kredite und Geldanlagen mit Laufzeiten bis zu einem Jahr gehandelt werden. Er dient Banken und Unternehmen, um kurzfristig an Geld zu kommen.
Beispiel: Eine Bank leiht sich für drei Monate Geld am Geldmarkt, um ihre Liquidität sicherzustellen.
Genesungsgeld – Eine Leistung der Unfallversicherung. Es ist ein zusätzliches Geld, das nach einem Unfall für die Zeit der Genesung gezahlt wird.
Beispiel: Nach einem Beinbruch bekommst du von deiner Unfallversicherung für mehrere Wochen ein Genesungsgeld.
Gesetzliche Unfallversicherung (GUV) – Eine Pflichtversicherung für Arbeitnehmer, die Unfälle am Arbeitsplatz, auf dem Arbeitsweg und Berufskrankheiten absichert. Träger sind die Berufsgenossenschaften.
Beispiel: Ein Mitarbeiter verletzt sich während der Arbeit – die GUV zahlt für Arztkosten, Reha und Rente.
Geschäftsjahr – Das ist der Zeitraum, über den ein Unternehmen seine Bücher führt und am Ende den Jahresabschluss macht. Es muss nicht immer das Kalenderjahr sein.
Beispiel: Ein Unternehmen legt sein Geschäftsjahr von Juli bis Juni fest und erstellt danach den Jahresabschluss.
Gesundheitsschädigung – Ein Nachteil für die körperliche oder geistige Gesundheit, der durch ein Ereignis entsteht.
Beispiel: Nach einem Unfall hast du eine dauerhafte Bewegungseinschränkung – das gilt als Gesundheitsschädigung.
Gewinn – Der Überschuss, der übrig bleibt, wenn man alle Kosten von den Einnahmen abzieht.
Beispiel: Ein Laden macht 50.000 € Umsatz und hat 30.000 € Kosten. Der Gewinn beträgt 20.000 €.
Globalisierung – Beschreibt die weltweite Vernetzung von Wirtschaft, Handel und Finanzen. Unternehmen und Märkte sind dadurch enger verbunden.
Beispiel: Ein deutsches Unternehmen lässt in Asien produzieren und verkauft die Waren weltweit – das ist Globalisierung.
Grundschuld – Ein im Grundbuch eingetragenes Recht, das einem Kreditgeber Sicherheit für einen Immobilienkredit gibt. Wird der Kredit nicht gezahlt, darf die Bank die Immobilie verwerten.
Beispiel: Du nimmst ein Darlehen für ein Haus auf. Als Sicherheit wird eine Grundschuld auf das Haus eingetragen.
Gruppenunfallversicherung – Eine Unfallversicherung, die für eine ganze Gruppe (z. B. Verein, Unternehmen) abgeschlossen wird. Sie ist meist günstiger als Einzelverträge.
Beispiel: Ein Sportverein schließt für alle Mitglieder eine Gruppenunfallversicherung ab.
Güterversicherung – Eine Versicherung für Waren während des Transports. Sie schützt gegen Verlust oder Beschädigung.
Beispiel: Beim Transport von Möbeln gehen Teile durch einen Unfall kaputt – die Güterversicherung zahlt den Schaden.
H
Haftpflicht – Bedeutet, dass man für Schäden haftet, die man anderen zufügt. Jeder kann durch Unachtsamkeit oder Fehler Schäden anrichten, für die er finanziell aufkommen muss.
Beispiel: Du stößt beim Einkaufen aus Versehen ein teures Smartphone aus der Hand eines Fremden – du bist haftpflichtig.
Haftpflichtversicherung – Eine Versicherung, die einspringt, wenn man anderen einen Schaden zufügt und dafür zahlen müsste. Sie übernimmt die Kosten und schützt vor hohen Forderungen.
Beispiel: Dein Kind zerkratzt beim Spielen ein Auto. Deine Haftpflichtversicherung bezahlt die Reparatur.
Haftung – Rechtliche Verantwortung für eigenes Handeln oder Unterlassen. Man muss für Schäden einstehen, die man verursacht.
Beispiel: Ein Handwerker beschädigt beim Arbeiten eine Wasserleitung. Er haftet für die Reparaturkosten.
Haftungsversicherung – Ein Überbegriff für Versicherungen, die vor Haftungsansprüchen schützen, z. B. Haftpflicht, Berufshaftpflicht oder Betriebshaftpflicht.
Beispiel: Ein Arzt macht einen Behandlungsfehler – die Berufshaftpflichtversicherung übernimmt den Schadenersatz.
Hagel – Niederschlag in Form von Eiskörnern, der große Schäden anrichten kann, besonders an Autos, Dächern und Feldern.
Beispiel: Ein Hagelsturm beschädigt das Dach deines Hauses. Die Gebäudeversicherung zahlt die Reparatur.
Hakenversicherung – Eine spezielle Versicherung für Krane. Sie sichert Schäden ab, die beim Heben oder Transportieren von Lasten mit einem Kran entstehen.
Beispiel: Ein Kran lässt versehentlich eine Last fallen und beschädigt ein Auto – die Hakenversicherung übernimmt den Schaden.
Handelsbilanz – Eine Gegenüberstellung der Exporte und Importe eines Landes innerhalb eines Jahres. Sie zeigt, ob ein Land mehr verkauft oder mehr einkauft.
Beispiel: Deutschland exportiert mehr Waren, als es importiert – die Handelsbilanz ist positiv.
Haushaltsglasversicherung – Eine Zusatzversicherung zur Hausratversicherung, die Schäden an Glasflächen absichert, z. B. Fenster, Spiegel oder Glastüren.
Beispiel: Ein Ball fliegt durchs Fenster und zerstört die Scheibe – die Haushaltsglasversicherung zahlt den Ersatz.
Hausrat – Alle beweglichen Sachen, die sich in der Wohnung oder im Haus befinden und dem täglichen Gebrauch dienen.
Beispiel: Möbel, Kleidung, Elektrogeräte oder Teppiche gehören zum Hausrat.
Hausratpolice – Der konkrete Versicherungsvertrag für eine Hausratversicherung.
Beispiel: In deiner Hausratpolice ist genau festgelegt, welche Schäden versichert sind und bis zu welcher Summe.
Hausrattarife – Unterschiedliche Varianten einer Hausratversicherung, die sich in Preis, Leistungen und Deckung unterscheiden können.
Beispiel: Ein günstiger Tarif sichert nur die wichtigsten Risiken ab, ein Premium-Tarif auch Fahrraddiebstahl und Elementarschäden.
Hausratversicherung – Eine Versicherung, die den gesamten Hausrat gegen Risiken wie Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel oder Einbruch absichert.
Beispiel: Nach einem Einbruch ersetzt die Hausratversicherung gestohlene Elektrogeräte und Möbel.
Hedgefonds – Investmentfonds, die sehr flexibel investieren und oft auch riskantere Strategien wie Leerverkäufe oder Kredite nutzen, um hohe Renditen zu erzielen.
Beispiel: Ein Hedgefonds spekuliert auf fallende Aktienkurse, während normale Fonds meist nur auf steigende Kurse setzen.
Heilbehandlung – Medizinische Behandlung nach einem Unfall oder einer Krankheit.
Beispiel: Nach einem Beinbruch bezahlt die Unfallversicherung die Heilbehandlung beim Arzt und in der Reha.
Hebel (Leverage) – Bedeutet, dass man beim Investieren geliehenes Geld einsetzt, um die Wirkung (Gewinn oder Verlust) zu vergrößern.
Beispiel: Mit 1.000 Euro Eigenkapital und einem Hebel von 10 bewegst du 10.000 Euro am Markt – Gewinne und Verluste fallen zehnmal so stark aus.
Holding – Ein Unternehmen, das Anteile an anderen Unternehmen hält und sie dadurch kontrolliert.
Beispiel: Eine Holding besitzt 100 % einer Tochterfirma und entscheidet über deren Geschäftspolitik.
Hotelkosten im Versicherungsfall – Kosten, die entstehen, wenn man nach einem Schaden (z. B. Brand oder Wasserschaden) vorübergehend nicht in der eigenen Wohnung leben kann. Diese übernimmt die Versicherung.
Beispiel: Nach einem Brand wird deine Wohnung unbewohnbar. Die Hausratversicherung zahlt die Hotelkosten.
Hypothek – Ein im Grundbuch eingetragenes Pfandrecht an einer Immobilie. Sie dient als Sicherheit für ein Darlehen.
Beispiel: Du nimmst einen Kredit für ein Haus auf. Als Sicherheit wird eine Hypothek auf das Haus eingetragen.
I
Implosion – Das plötzliche Zusammenstürzen eines Hohlraums nach innen, meist durch Unterdruck. Implosionsschäden können z. B. bei Glas oder Maschinen auftreten.
Beispiel: Der Bildschirm eines alten Fernsehers implodiert und das Glas splittert.
Indexfonds – Ein Fonds, der die Entwicklung eines bestimmten Börsenindex (z. B. DAX) automatisch nachbildet. Er ist günstiger als aktiv gemanagte Fonds.
Beispiel: Kaufst du einen DAX-Indexfonds, investierst du automatisch in alle 40 größten deutschen Unternehmen.
Individualversicherung – Eine Versicherung, die auf die persönliche Situation des Einzelnen zugeschnitten ist. Sie gilt für den individuell Versicherten, im Gegensatz zu einer kollektiven Absicherung.
Beispiel: Du schließt eine private Krankenversicherung nur für dich selbst ab – das ist eine Individualversicherung.
Inflation – Ein allgemeiner Anstieg der Preise, wodurch das Geld an Kaufkraft verliert. Man kann sich mit der gleichen Summe weniger leisten.
Beispiel: Kostet ein Brot heute 2 €, aber nächstes Jahr 2,20 €, dann ist das Inflation.
Insassenunfallversicherung – Eine Versicherung, die Fahrer und Mitfahrer in einem Auto bei Unfällen absichert, unabhängig davon, wer schuld ist.
Beispiel: Nach einem Autounfall zahlt die Insassenunfallversicherung ein Tagegeld oder eine Invaliditätsleistung.
Insiderhandel – Der Kauf oder Verkauf von Wertpapieren mit Informationen, die nicht öffentlich zugänglich sind. In vielen Fällen ist das verboten, weil es unfairen Vorteil verschafft.
Beispiel: Ein Manager erfährt, dass seine Firma bald einen Großauftrag bekommt, und kauft vorher Aktien – das ist illegaler Insiderhandel.
Internationale Versicherungskarte (Grüne Karte) – Ein Nachweis, dass ein Auto im Ausland haftpflichtversichert ist. Sie wird für Fahrten in viele Länder benötigt.
Beispiel: Du fährst mit deinem Auto nach Serbien. An der Grenze musst du die Grüne Karte vorzeigen.
Invalidität – Eine dauerhafte Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit nach einem Unfall oder einer Krankheit.
Beispiel: Nach einem Unfall bleibt dein Arm dauerhaft eingeschränkt – das gilt als Invalidität.
Invaliditätsleistung – Geldleistung, die eine Unfallversicherung im Fall einer dauerhaften Invalidität auszahlt. Die Höhe hängt vom Grad der Beeinträchtigung ab.
Beispiel: Nach einem schweren Unfall zahlt dir deine Unfallversicherung 50.000 €, weil du dauerhaft nicht mehr voll arbeitsfähig bist.
Inventarversicherung – Versicherung, die das Inventar eines Unternehmens (z. B. Möbel, Maschinen, Waren) gegen Schäden wie Feuer, Einbruch oder Leitungswasser absichert.
Beispiel: Nach einem Brand ersetzt die Inventarversicherung die zerstörten Büroeinrichtungen einer Firma.
Investition – Der Einsatz von Geld, um etwas zu erwerben, das in der Zukunft Erträge bringen soll.
Beispiel: Eine Firma kauft neue Maschinen, um die Produktion zu steigern – das ist eine Investition.
Insolvenz – Wenn jemand zahlungsunfähig ist und seine Schulden nicht mehr bezahlen kann. Dann läuft ein geregeltes Insolvenzverfahren.
Beispiel: Ein Unternehmen kann seine Rechnungen nicht mehr begleichen und meldet Insolvenz an.
Interbankenmarkt – Der Geldmarkt, auf dem Banken untereinander kurzfristig Geld verleihen oder leihen.
Beispiel: Eine Bank hat kurzfristig Geldüberschüsse und verleiht diese über Nacht an eine andere Bank.
J
Jahresabschluss – Eine Zusammenfassung aller Geschäftszahlen eines Unternehmens am Ende eines Geschäftsjahres. Er umfasst meist Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang.
Beispiel: Am 31. Dezember erstellt eine Firma ihren Jahresabschluss, um zu zeigen, wie viel Gewinn oder Verlust sie im Jahr gemacht hat.
Jahresarbeitsentgelt – Das gesamte Einkommen eines Arbeitnehmers innerhalb eines Jahres. Dazu zählen Gehalt, Sonderzahlungen oder Prämien.
Beispiel: Du verdienst 3.000 € brutto im Monat. Mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld ergibt das ein Jahresarbeitsentgelt von 39.000 €.
Jahresarbeitsentgeltgrenze (Versicherungspflichtgrenze) – Eine Einkommensgrenze, die entscheidet, ob jemand in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben muss oder in die private wechseln darf.
Beispiel: Verdient ein Arbeitnehmer mehr als die Jahresarbeitsentgeltgrenze, kann er sich privat krankenversichern.
Joint Venture – Eine vertraglich geregelte Zusammenarbeit von zwei oder mehr Unternehmen, oft in Form einer gemeinsamen Tochterfirma. Ziel ist es, Kosten und Risiken zu teilen oder neue Märkte zu erschließen.
Beispiel: Ein deutsches Autohaus und ein chinesischer Hersteller gründen ein Joint Venture, um gemeinsam Elektroautos zu bauen.
Junk Bonds – Anleihen von Unternehmen oder Staaten mit sehr niedriger Bonität. Sie bieten hohe Zinsen, sind aber auch riskant, weil die Gefahr eines Zahlungsausfalls hoch ist.
Beispiel: Ein kleines Startup gibt Junk Bonds mit 10 % Zinsen aus. Anleger haben hohe Chancen, aber auch das Risiko, dass die Firma pleitegeht.
K
Kapital – Das Vermögen, das jemand besitzt oder in ein Unternehmen einbringt. Es kann in Form von Geld, Wertpapieren oder Sachwerten vorliegen.
Beispiel: Ein Unternehmer bringt 50.000 Euro Kapital in seine neue Firma ein.
Kapitalerhöhung – Wenn ein Unternehmen neues Eigenkapital beschafft, meist durch die Ausgabe neuer Aktien. Ziel ist es, Geld für Investitionen oder Schuldenabbau zu bekommen.
Beispiel: Ein Autohersteller gibt neue Aktien aus, um Geld für die Entwicklung von Elektroautos zu erhalten.
Karenzzeit – Eine Wartezeit, in der ein Versicherungsanspruch noch nicht gilt, auch wenn der Vertrag bereits abgeschlossen ist.
Beispiel: In einer Berufsunfähigkeitsversicherung gilt eine Karenzzeit von 6 Monaten. Erst nach dieser Zeit wird die Rente gezahlt.
Kfz-Versicherung – Eine Pflichtversicherung für Autos. Sie besteht mindestens aus der Kfz-Haftpflicht und kann durch Teil- oder Vollkasko erweitert werden.
Beispiel: Nach einem Unfall zahlt die Kfz-Haftpflicht den Schaden am gegnerischen Auto.
Kindernachversicherung – Bedeutet, dass Kinder automatisch in bestimmten Versicherungen der Eltern mitversichert sind, ohne dass sofort ein neuer Vertrag abgeschlossen werden muss.
Beispiel: In einer Lebensversicherung können neugeborene Kinder nachträglich ohne Gesundheitsprüfung aufgenommen werden.
Kinderunfallversicherung – Eine spezielle Versicherung für Kinder, die bei dauerhaften Schäden nach einem Unfall leistet.
Beispiel: Ein Kind verletzt sich beim Spielen dauerhaft am Bein – die Kinderunfallversicherung zahlt eine Invaliditätsleistung.
Kredit – Geld, das man sich von einer Bank oder einem anderen Kreditgeber leiht und später mit Zinsen zurückzahlen muss.
Beispiel: Du nimmst einen Kredit über 10.000 Euro auf, um ein Auto zu kaufen, und zahlst ihn in Raten zurück.
Konjunktur – Beschreibt die wirtschaftliche Lage eines Landes. Sie schwankt in Zyklen zwischen Aufschwung, Hochkonjunktur, Abschwung und Krise.
Beispiel: In einer Hochkonjunktur steigt die Nachfrage nach Produkten, viele Menschen finden Arbeit.
Konsolidierung – Bedeutet, finanzielle Verhältnisse zu stabilisieren oder zusammenzuführen. Das kann Unternehmen, Haushalte oder Staaten betreffen.
Beispiel: Ein Unternehmen mit vielen Krediten fasst seine Schulden zu einem neuen Kredit mit besseren Konditionen zusammen.
Kollektivversicherung – Eine Versicherung, die für eine größere Gruppe von Personen abgeschlossen wird, z. B. für Arbeitnehmer eines Betriebs.
Beispiel: Eine Firma schließt für alle Mitarbeiter eine betriebliche Unfallversicherung ab.
Kombinierte Versicherung (Verbundene Versicherung) – Ein Versicherungsvertrag, der mehrere Risiken gleichzeitig abdeckt.
Beispiel: Eine Wohngebäudeversicherung deckt Feuer-, Sturm- und Leitungswasserschäden in einem Vertrag ab.
Kosmetische Operationen – Medizinische Eingriffe, die nicht notwendig sind, sondern aus ästhetischen Gründen erfolgen. Sie sind meist nicht von der Krankenversicherung gedeckt.
Beispiel: Eine Nasenkorrektur aus Schönheitsgründen muss in der Regel selbst bezahlt werden.
Kosten-Nutzen-Analyse – Ein Verfahren, um die Vorteile und Kosten einer Entscheidung zu vergleichen. Sie wird oft bei Investitionen oder Versicherungen genutzt.
Beispiel: Eine Firma prüft, ob sich die Anschaffung neuer Maschinen lohnt, indem sie Kosten und erwarteten Gewinn vergleicht
Kraftfahrtversicherung – Ein Oberbegriff für alle Versicherungen rund ums Auto: Kfz-Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko.
Beispiel: Nach einem Hagelschaden ersetzt die Teilkasko die Reparaturkosten am Auto.
Krankenhaustagegeld – Eine Leistung aus einer privaten Zusatzversicherung: Für jeden Tag im Krankenhaus bekommt der Versicherte einen festen Geldbetrag.
Beispiel: Du liegst 10 Tage im Krankenhaus und bekommst pro Tag 50 Euro – also 500 Euro insgesamt.
Krankentagegeldversicherung – Eine Versicherung, die einspringt, wenn man wegen Krankheit längere Zeit nicht arbeiten kann. Sie zahlt ein tägliches Krankentagegeld.
Beispiel: Nach einer Operation kannst du mehrere Monate nicht arbeiten. Die Krankentagegeldversicherung zahlt dir 70 Euro pro Tag.
Krankheitskostentarife – Tarife in der privaten Krankenversicherung, die Kosten für Behandlungen, Medikamente und Krankenhausaufenthalte übernehmen.
Beispiel: Je nach gewähltem Tarif übernimmt die Versicherung auch die Kosten für Chefarztbehandlung und Einbettzimmer.
Kündigung – Die Beendigung eines Versicherungsvertrags durch Versicherungsnehmer oder Versicherer. Sie muss schriftlich erfolgen und bestimmte Fristen einhalten.
Beispiel: Du kündigst deine Hausratversicherung zum Ablauf des Jahres mit einer Frist von drei Monaten.
Kurkostenbeihilfe – Eine Leistung, die bestimmte Kosten einer medizinisch notwendigen Kur übernimmt.
Beispiel: Nach einer schweren Erkrankung übernimmt die Versicherung einen Teil der Kosten für eine Reha-Kur.
Kurs – Der Preis, zu dem Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen an der Börse gehandelt werden.
Beispiel: Die Aktie von Siemens hat heute einen Kurs von 140 Euro.
L
Laufende Prämie – Der regelmäßige Beitrag, den man für eine Versicherung zahlt, z. B. monatlich, vierteljährlich oder jährlich.
Beispiel: Für deine Hausratversicherung zahlst du eine laufende Prämie von 12 Euro pro Monat.
Laufzeit – Der Zeitraum, für den ein Vertrag oder eine Geldanlage gilt. Danach endet der Vertrag oder kann verlängert werden.
Beispiel: Ein Kreditvertrag läuft über 10 Jahre – das ist die Laufzeit.
Lebensversicherung – Eine Versicherung, die im Todesfall eine vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen zahlt. Es gibt auch Varianten zur Altersvorsorge, die bei Erleben ausgezahlt werden.
Beispiel: Stirbt der Versicherte, erhalten die Angehörigen 100.000 Euro aus der Lebensversicherung.
Leasing – Eine Finanzierungsform, bei der man etwas (z. B. Auto, Maschine) für einen festen Zeitraum mietet, anstatt es zu kaufen.
Beispiel: Du least ein Auto für 3 Jahre und zahlst dafür eine monatliche Rate, ohne Eigentümer zu werden.
Leitungswasserschäden – Schäden, die durch austretendes Wasser aus Rohrleitungen, Heizungen oder angeschlossenen Geräten entstehen.
Beispiel: Ein Rohr platzt in der Küche, Wasser läuft aus und beschädigt Möbel und Boden.
Leverage – Bedeutet Hebelwirkung im Finanzbereich. Man investiert mit geliehenem Geld, um Gewinne zu vergrößern – aber auch Verluste können stärker ausfallen.
Beispiel: Mit 1.000 Euro Eigenkapital und einem Leverage von 10 bewegst du 10.000 Euro am Markt.
Liquidität – Beschreibt, wie schnell und einfach jemand Geld zur Verfügung hat, um Rechnungen zu bezahlen oder Schulden zu begleichen.
Beispiel: Bargeld ist sofort verfügbar und daher sehr liquide. Eine Immobilie dagegen lässt sich nicht so schnell zu Geld machen.
LIBOR / EURIBOR – Referenzzinssätze, zu denen sich Banken gegenseitig Geld leihen. Sie sind wichtige Basiswerte für Kredite und Finanzprodukte.
Beispiel: Dein variabler Kredit wird nach dem EURIBOR berechnet. Steigt der EURIBOR, zahlst du mehr Zinsen.
Limit-Order – Ein Auftrag an der Börse, ein Wertpapier nur zu einem bestimmten Preis oder besser zu kaufen oder zu verkaufen.
Beispiel: Du setzt eine Limit-Order, eine Aktie für maximal 50 Euro zu kaufen. Steigt der Kurs auf 55 Euro, wird die Order nicht ausgeführt.
Löschwasserschaden – Ein Schaden, der nicht durch das Feuer selbst, sondern durch das eingesetzte Löschwasser entsteht.
Beispiel: Nach einem Wohnungsbrand wird dein Teppich durch Löschwasser unbrauchbar – die Versicherung zahlt auch diesen Schaden.
M
Margin – Sicherheitsleistung, die ein Anleger bei bestimmten Börsengeschäften (z. B. Futures oder Optionen) hinterlegen muss. Sie schützt den Broker vor Verlusten.
Beispiel: Du handelst mit einem Future auf Öl und musst 1.000 Euro Margin als Sicherheit hinterlegen.
Marktkapitalisierung – Der Gesamtwert aller Aktien eines Unternehmens. Er berechnet sich aus Aktienkurs × Anzahl der Aktien.
Beispiel: Eine Firma hat 1 Mio. Aktien, jede ist 50 € wert. Die Marktkapitalisierung beträgt 50 Mio. €.
Mediationsverfahren – Ein außergerichtliches Verfahren, bei dem ein neutraler Vermittler (Mediator) Streitparteien hilft, eine Einigung zu finden.
Beispiel: Zwei Versicherungen streiten sich über die Kostenaufteilung nach einem Unfall und klären es im Mediationsverfahren.
Mehrleistung – Zusätzliche Leistungen einer Versicherung, die über den vertraglichen Grundschutz hinausgehen.
Beispiel: Deine Krankenversicherung übernimmt auch alternative Heilmethoden – das ist eine Mehrleistung.
Mergers & Acquisitions (M&A) – Zusammenschlüsse (Mergers) oder Übernahmen (Acquisitions) von Unternehmen. Ziel ist Wachstum, Synergie oder Markterweiterung.
Beispiel: Ein großer Autokonzern übernimmt ein kleineres Start-up für E-Mobilität.
Monopol – Eine Marktsituation, in der ein Anbieter allein den Markt beherrscht und Preise bestimmen kann.
Beispiel: Ein Energieversorger ist der einzige Anbieter in einer Region – das ist ein Monopol.
Mietausfall – Wenn ein Vermieter keine Miete erhält, weil die Wohnung z. B. durch einen Schaden unbewohnbar ist. Versicherungen können diesen Ausfall absichern.
Beispiel: Nach einem Wohnungsbrand übernimmt die Versicherung den Mietausfall für den Vermieter.
Mietkautionsversicherung – Eine Versicherung, die anstelle einer Barkaution abgeschlossen wird. Der Vermieter hat die Sicherheit, der Mieter muss aber kein Geld hinterlegen.
Beispiel: Statt 1.500 € Kaution zahlst du 80 € im Jahr an eine Mietkautionsversicherung.
Mietnomaden – Mieter, die einziehen, keine Miete zahlen und oft die Wohnung beschädigt hinterlassen.
Beispiel: Ein Vermieter hat einen Mietnomaden, der nach Monaten verschwindet und die Wohnung verwüstet.
Mietsachschäden – Schäden, die ein Mieter an gemieteten Sachen verursacht. Oft sind sie über die private Haftpflichtversicherung abgesichert.
Beispiel: Du verschüttest Wein auf den Teppich in deiner Mietwohnung – das ist ein Mietsachschaden.
Mindestreserve – Geld, das Banken bei der Zentralbank hinterlegen müssen. Damit wird sichergestellt, dass sie immer ausreichend liquide sind.
Beispiel: Eine Bank muss 1 % der Kundeneinlagen bei der EZB als Mindestreserve hinterlegen.
Mitversicherte Personen – Personen, die zusätzlich über eine Versicherungspolice abgesichert sind, ohne selbst Vertragspartner zu sein.
Beispiel: In einer Familienhaftpflicht sind auch Ehepartner und Kinder mitversichert.
Money Market – Der englische Begriff für Geldmarkt, wo kurzfristige Kredite und Anlagen mit Laufzeiten bis zu einem Jahr gehandelt werden.
Beispiel: Banken leihen sich über Nacht Geld am Money Market, um Liquidität sicherzustellen.
Montageversicherung – Eine Versicherung, die Schäden während der Montage oder Installation von Maschinen und Anlagen absichert.
Beispiel: Bei der Installation einer großen Maschine in einer Fabrik wird ein Teil beschädigt – die Montageversicherung zahlt.
N
Nachhaftung – Bedeutet, dass eine Versicherung auch nach Vertragsende noch für Schäden einsteht, die während der Vertragszeit entstanden sind.
Beispiel: Deine Berufshaftpflicht läuft Ende des Jahres aus. Ein Schaden aus deiner Tätigkeit im November wird im Januar gemeldet – die Nachhaftung greift.
Naturalersatz – Statt Geld zu zahlen, ersetzt die Versicherung den Schaden durch eine gleichwertige Sache oder Reparatur.
Beispiel: Nach einem Einbruch ersetzt die Versicherung die zerstörte Tür direkt durch eine neue – das ist Naturalersatz.
Neuwertversicherung – Eine Versicherung, die den Wiederbeschaffungswert ersetzt, also das, was eine neue gleichartige Sache kostet – nicht den alten Zeitwert.
Beispiel: Dein 5 Jahre alter Fernseher wird zerstört. Die Neuwertversicherung zahlt den Preis für ein gleichwertiges neues Gerät.
Nießbrauch – Ein Recht, die Nutzungen einer Sache (z. B. Mieteinnahmen oder Erträge) zu behalten, auch wenn man nicht der Eigentümer ist.
Beispiel: Eltern überschreiben ihr Haus dem Kind, behalten sich aber den Nießbrauch vor und wohnen weiterhin dort.
O
Obliegenheiten – Pflichten, die der Versicherte einhalten muss, damit der Versicherungsschutz gilt.
Beispiel: Nach einem Einbruch musst du den Schaden sofort melden. Tust du das nicht, kann die Versicherung die Zahlung kürzen.
Öltankversicherung – Eine spezielle Haftpflichtversicherung, die für Schäden durch auslaufendes Heizöl aus privaten Tanks aufkommt.
Beispiel: Dein alter Heizöltank läuft aus und Öl verschmutzt den Boden – die Öltankversicherung zahlt die Sanierungskosten.
Obligation – Ein anderes Wort für Anleihe, also ein Wertpapier, mit dem sich Unternehmen oder Staaten Geld leihen. Anleger erhalten Zinsen und am Ende ihr Kapital zurück.
Beispiel: Ein Unternehmen gibt eine Obligation über 1.000 Euro mit 5 % Zinsen aus. Nach 5 Jahren bekommst du dein Geld plus Zinsen zurück.
Ombudsmann für Versicherungen – Eine neutrale Schlichtungsstelle, an die sich Kunden wenden können, wenn sie Streit mit einer Versicherung haben. Das Verfahren ist kostenlos.
Beispiel: Deine Versicherung lehnt die Zahlung ab. Du wendest dich an den Ombudsmann, der den Fall prüft.
Ordnungsgemäße Kündigung – Eine Kündigung, die fristgerecht und in der vorgeschriebenen Form erfolgt, sodass sie wirksam ist.
Beispiel: Du kündigst deine Haftpflichtversicherung schriftlich mit einer Frist von drei Monaten zum Vertragsende – das ist eine ordnungsgemäße Kündigung.
Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz – Eine Versicherung, die die Kosten für Anwalt und Verfahren übernimmt, wenn man wegen einer Ordnungswidrigkeit belangt wird.
Beispiel: Du bekommst ein Bußgeld wegen zu schnellen Fahrens. Deine Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten für den Anwalt.
Orderbuch – Ein Verzeichnis an der Börse, in dem Kauf- und Verkaufsaufträge für Wertpapiere gesammelt werden. Es zeigt Angebot und Nachfrage.
Beispiel: Im Orderbuch stehen 100 Kaufaufträge für eine Aktie bei 50 €, aber nur 20 Verkaufsangebote – dadurch steigt der Kurs.
Over-The-Counter (OTC) – Bedeutet, dass Wertpapiere oder Finanzprodukte direkt zwischen zwei Parteien gehandelt werden, also nicht an der Börse.
Beispiel: Eine Bank verkauft einem Investor Anleihen direkt im OTC-Handel, ohne dass sie an der Börse gelistet sind.
P
Passives Kriegsrisiko – Schäden durch Kriegshandlungen sind normalerweise ausgeschlossen. „Passives Kriegsrisiko“ bedeutet, dass man ohne eigenes Zutun betroffen wird, z. B. als Zivilperson. Manche Spezialversicherungen decken das ab.
Beispiel: Dein Haus wird bei einem Angriff zerstört, obwohl du nichts damit zu tun hast – das wäre ein passives Kriegsrisiko.
Pauschalglasversicherung – Eine Zusatzversicherung, die alle fest eingebauten Glasscheiben und Glasflächen eines Haushalts absichert.
Beispiel: Dein Wohnzimmerfenster zerbricht – die Pauschalglasversicherung übernimmt die Kosten.
Pensionsfonds – Eine Form der betrieblichen Altersvorsorge. Beiträge werden von Arbeitgeber und Arbeitnehmer eingezahlt und später als Rente ausgezahlt.
Beispiel: Dein Arbeitgeber zahlt monatlich in einen Pensionsfonds ein, damit du im Alter eine zusätzliche Rente erhältst.
Pensionskasse – Ebenfalls eine Form der betrieblichen Altersversorgung. Die Beiträge werden angespart und später als lebenslange Rente ausgezahlt.
Beispiel: Durch die Pensionskasse bekommst du zusätzlich zur gesetzlichen Rente eine betriebliche Rente.
Pflegestufen – Ein altes System zur Einstufung von Pflegebedürftigkeit (heute „Pflegegrade“). Es legt fest, wie viel Hilfe jemand braucht.
Beispiel: Jemand mit Pflegestufe 2 braucht mehr Unterstützung im Alltag und erhält entsprechend mehr Leistungen aus der Pflegeversicherung.
Pflegeversicherung – Eine Pflichtversicherung, die Kosten für Pflege im Alter oder nach Krankheit abdeckt. Sie übernimmt einen Teil der Pflegekosten.
Beispiel: Nach einem Schlaganfall wird Pflege notwendig. Die Pflegeversicherung übernimmt einen großen Teil der Heimkosten.
Photovoltaik-Versicherung – Eine Versicherung speziell für Solaranlagen. Sie deckt Schäden durch Sturm, Hagel, Feuer oder Vandalismus ab.
Beispiel: Ein Sturm zerstört deine Solarmodule – die Photovoltaik-Versicherung ersetzt die Reparaturkosten.
Portfolio – Die Gesamtheit aller Geldanlagen einer Person oder eines Unternehmens. Es zeigt, wie breit oder riskant jemand investiert ist.
Beispiel: Dein Portfolio besteht aus Aktien, Fonds und Immobilien.
Police – Ein anderes Wort für Versicherungsschein. Darin stehen alle wichtigen Vertragsdaten.
Beispiel: In deiner Kfz-Police ist festgelegt, welche Leistungen deine Autoversicherung abdeckt.
Policierung – Der Vorgang, bei dem der Versicherer nach Antragseingang die Police erstellt und an den Kunden verschickt.
Beispiel: Du schließt eine Hausratversicherung ab, kurz danach erhältst du die Policierung in Form des Versicherungsscheins.
Provision – Eine Vergütung, die z. B. ein Versicherungsvertreter oder Makler für den Abschluss eines Vertrages erhält.
Beispiel: Ein Makler vermittelt dir eine Lebensversicherung und erhält dafür eine Provision.
Private Equity – Beteiligungskapital, das Investoren direkt in nicht börsennotierte Unternehmen geben, um deren Wachstum zu fördern.
Beispiel: Ein Investor beteiligt sich mit Private Equity an einem Start-up, um dessen Expansion zu finanzieren.
Private Studentische Krankenversicherung (PSKV) – Eine Krankenversicherung für Studierende, die sich anstelle der gesetzlichen Krankenversicherung privat versichern.
Beispiel: Ein Student entscheidet sich für eine private studentische Krankenversicherung mit günstigen Beiträgen.
Privathaftpflichtversicherung – Eine der wichtigsten Versicherungen, die Schäden abdeckt, die man unabsichtlich anderen Personen oder deren Eigentum zufügt.
Beispiel: Du stößt im Supermarkt aus Versehen eine teure Vase um – die Privathaftpflichtversicherung zahlt.
Pro-Rata-Temporis – Lateinisch für „zeitanteilig“. Bedeutet, dass etwas anteilig nach Zeit berechnet wird.
Beispiel: Kündigst du eine Versicherung mitten im Jahr, wird die Prämie pro rata temporis, also zeitanteilig, zurückerstattet.
Progression (Unfallversicherung) – Ein Mechanismus, bei dem die Versicherungsleistung überproportional steigt, wenn der Invaliditätsgrad besonders hoch ist.
Beispiel: Bei einer 100-%-Invalidität zahlt die Versicherung durch Progression nicht nur die Grundsumme, sondern ein Vielfaches davon.
Pfandbrief – Ein Wertpapier, das von Banken herausgegeben wird und durch Hypotheken oder öffentliche Kredite abgesichert ist. Es gilt als sehr sicher.
Beispiel: Eine Bank gibt einen Pfandbrief mit 2 % Zinsen aus, abgesichert durch Immobilienkredite.
Performance – Die Entwicklung einer Geldanlage oder eines Portfolios über einen bestimmten Zeitraum. Sie zeigt Gewinn oder Verlust in Prozent.
Beispiel: Dein Aktienfonds hat eine Performance von +8 % im letzten Jahr.
Put-Option – Ein Finanzderivat, das dem Käufer das Recht gibt, einen Basiswert (z. B. Aktie) zu einem bestimmten Preis innerhalb einer Frist zu verkaufen. Man profitiert von fallenden Kursen.
Beispiel: Du kaufst eine Put-Option auf eine Aktie mit Ausübungspreis 100 €. Fällt die Aktie auf 80 €, machst du Gewinn.
Q
Quartalsbericht – Ein Bericht über die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens in einem Vierteljahr. Er enthält wichtige Kennzahlen wie Gewinn, Umsatz und Ausgaben. Anleger nutzen ihn, um die Entwicklung des Unternehmens zu bewerten.
Beispiel: Ein Autohersteller veröffentlicht seinen Quartalsbericht. Darin sieht man, dass er mehr Autos verkauft hat als im Vorquartal.
Quittung – Ein schriftlicher Nachweis, dass eine Zahlung erfolgt ist. Sie dient als Beleg gegenüber dem Empfänger und dem Zahler.
Beispiel: Du kaufst Möbel und erhältst eine Quittung über den gezahlten Betrag.
Quantitative Easing – Eine geldpolitische Maßnahme, bei der die Zentralbank große Mengen Anleihen kauft, um mehr Geld in Umlauf zu bringen und die Wirtschaft anzukurbeln.
Beispiel: Die Europäische Zentralbank kauft Staatsanleihen, um Kredite für Unternehmen günstiger zu machen.
Qualitätscheck (Leistungen/Gefahren) – Eine Überprüfung, ob bestimmte Leistungen oder Risiken ausreichend abgedeckt sind, z. B. bei Versicherungen oder Anlagen.
Beispiel: Ein Versicherungsberater macht einen Qualitätscheck deiner Policen, um Lücken beim Schutz zu finden.
R
Rating – Eine Bewertung der Bonität von Unternehmen oder Staaten durch Ratingagenturen. Es zeigt, wie zuverlässig sie ihre Schulden zurückzahlen können.
Beispiel: Deutschland hat ein AAA-Rating, weil es als sehr sicherer Schuldner gilt.
Raub – Wenn jemand mit Gewalt oder unter Androhung von Gewalt Sachen wegnimmt. In Versicherungen wird Raub oft mitversichert.
Beispiel: Jemand entreißt dir auf der Straße deine Tasche – das gilt als Raub.
Räum- und Streupflicht – Die Pflicht von Grundstücks- oder Hauseigentümern, Gehwege im Winter von Schnee und Eis zu befreien.
Beispiel: Rutscht ein Passant vor deinem Haus aus, weil du nicht gestreut hast, haftest du für den Schaden.
Rechtsschutzversicherung – Eine Versicherung, die Kosten für Anwalt und Gericht übernimmt, wenn man sein Recht durchsetzen oder sich verteidigen muss.
Beispiel: Nach einem Streit mit deinem Vermieter übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Gerichtskosten.
Rendite – Der Ertrag einer Geldanlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital, meist in Prozent. Dazu gehören Zinsen, Dividenden und Kursgewinne.
Beispiel: Du legst 1.000 Euro an und erhältst 50 Euro Gewinn – das entspricht einer Rendite von 5 %.
Refinanzierung – Wenn Banken oder Unternehmen neue Kredite aufnehmen, um alte Kredite zurückzuzahlen oder günstigeres Geld zu bekommen.
Beispiel: Eine Firma nimmt einen neuen Kredit mit niedrigeren Zinsen auf, um teure alte Schulden abzulösen.
Reiseversicherungen – Versicherungen, die Risiken auf Reisen absichern, z. B. Krankheit, Gepäckverlust oder Reiserücktritt.
Beispiel: Du wirst im Urlaub krank – deine Auslandsreise-Krankenversicherung übernimmt die Behandlungskosten.
Restschuldversicherung – Eine Versicherung, die offene Kreditschulden absichert, falls der Kreditnehmer stirbt, arbeitsunfähig wird oder arbeitslos.
Beispiel: Du hast einen Hauskredit. Stirbst du plötzlich, übernimmt die Restschuldversicherung die offene Summe.
Risikolebensversicherung – Eine Versicherung, die im Todesfall eine festgelegte Summe an die Hinterbliebenen zahlt.
Beispiel: Du sicherst deine Familie mit einer Risikolebensversicherung über 200.000 Euro ab.
Risiko – Die Möglichkeit, dass ein Schaden oder Verlust eintritt. In Versicherungen und Finanzen wird es immer bewertet und abgesichert.
Beispiel: Eine Autofahrt im Winter hat ein höheres Risiko für Unfälle wegen Glätte.
Rückstellung – Ein Posten in der Buchhaltung, bei dem Unternehmen Geld für zukünftige, unsichere Verpflichtungen zurücklegen.
Beispiel: Eine Firma bildet Rückstellungen für anstehende Steuerzahlungen.
Rückkaufswert – Der Betrag, den man von einer Lebensversicherung erhält, wenn man den Vertrag vor Ablauf kündigt.
Beispiel: Du kündigst deine Lebensversicherung nach 10 Jahren und bekommst den Rückkaufswert von 8.000 Euro ausgezahlt.
S
Sammelversicherungsverträge – Verträge, die mehrere Personen oder Objekte in einer Police bündeln. Sie erleichtern die Verwaltung und sind oft günstiger.
Beispiel: Ein Verein schließt einen Sammelvertrag für alle Mitglieder ab, damit sie gemeinsam versichert sind.
Schadenanzeige – Die formale Meldung eines Schadens an die Versicherung. Sie ist die Grundlage, damit die Versicherung den Fall prüfen und zahlen kann.
Beispiel: Nach einem Einbruch reichst du eine Schadenanzeige mit Liste der gestohlenen Sachen bei deiner Versicherung ein.
Schadenquote – Das Verhältnis zwischen den Versicherungsleistungen (Auszahlungen) und den eingenommenen Beiträgen. Sie zeigt, wie schadenanfällig ein Versicherungsbestand ist.
Beispiel: Eine Versicherung zahlt 80 Mio. € Schäden aus und nimmt 100 Mio. € Beiträge ein – die Schadenquote beträgt 80 %.
Schadenregulierung – Der gesamte Prozess, mit dem eine Versicherung einen gemeldeten Schaden prüft, bewertet und auszahlt.
Beispiel: Nach einem Autounfall schickt die Versicherung einen Gutachter und reguliert danach die Reparaturkosten.
Schadenrückkauf – Wenn ein Versicherungsnehmer der Versicherung eine bereits gezahlte Summe zurückerstattet, um z. B. eine Beitragserhöhung oder einen Schadenfreiheitsrabatt zu behalten.
Beispiel: Nach einem kleinen Autounfall zahlst du die Kosten selbst an die Versicherung zurück, damit dein Schadenfreiheitsrabatt nicht steigt.
Schmerzensgeld – Eine Entschädigung für immaterielle Schäden, wie Schmerzen oder seelisches Leid, die jemand durch ein Ereignis erlitten hat.
Beispiel: Nach einem schweren Unfall erhältst du 10.000 Euro Schmerzensgeld wegen bleibender Beeinträchtigungen.
Selbstbeteiligung (SB) – Der Anteil, den der Versicherte im Schadensfall selbst zahlen muss. Erst darüber hinaus übernimmt die Versicherung die Kosten.
Beispiel: Deine Kfz-Versicherung hat 300 € Selbstbeteiligung. Ein Schaden von 1.000 € bedeutet: Du zahlst 300 €, die Versicherung 700 €.
Sozialversicherung – Ein gesetzliches System, das Arbeitnehmer absichert. Dazu gehören Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Pflege- und Unfallversicherung.
Beispiel: Von deinem Lohn werden Beiträge zur Sozialversicherung automatisch abgeführt.
Speditionsversicherung – Eine Versicherung für Transportunternehmen, die Schäden an transportierten Waren während des Versands absichert.
Beispiel: Ein Möbelspediteur beschädigt beim Umzug eine Couch – die Speditionsversicherung zahlt.
Spekulation – Der Versuch, Gewinne aus zukünftigen Preisänderungen zu erzielen. Sie kann hohe Gewinne, aber auch große Verluste bringen.
Beispiel: Du kaufst Aktien in der Hoffnung, dass sie bald stark steigen – das ist Spekulation.
Staatsanleihe – Ein Wertpapier, mit dem sich ein Staat Geld leiht. Anleger bekommen dafür regelmäßige Zinsen und am Ende ihr Kapital zurück.
Beispiel: Du kaufst eine 10-jährige deutsche Staatsanleihe mit 2 % Zinsen.
Swap – Ein Finanzgeschäft, bei dem zwei Parteien Zahlungsströme austauschen, z. B. Zinsen oder Währungen.
Beispiel: Eine Firma zahlt feste Zinsen, möchte aber lieber variable Zinsen – sie macht einen Zinsswap mit einer Bank.
Sparquote – Der Anteil des Einkommens, den eine Person oder ein Land im Durchschnitt spart, anstatt ihn auszugeben.
Beispiel: Du verdienst 2.000 € im Monat und legst 200 € zurück – deine Sparquote beträgt 10 %.
Standardtarif – Ein gesetzlich geregelter Basistarif in der privaten Krankenversicherung für ältere Versicherte mit hohen Kosten.
Beispiel: Ein Rentner wechselt in den Standardtarif, um Beiträge in der privaten Krankenversicherung zu sparen.
Sturm – Ein Naturereignis mit Windstärken ab etwa 62 km/h, das Schäden anrichten kann. In Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen ist Sturm mitversichert.
Beispiel: Ein Sturm deckt das Dach deines Hauses ab – die Wohngebäudeversicherung zahlt.
Subprime-Kredite – Kredite, die an Menschen mit schlechter Bonität vergeben werden. Sie sind besonders riskant und haben höhere Zinsen.
Beispiel: In der Finanzkrise 2008 spielten Subprime-Kredite in den USA eine wichtige Rolle.
Schuldschein – Ein schriftliches Dokument, das bestätigt, dass jemand einem anderen Geld schuldet.
Beispiel: Du leihst einem Freund 5.000 € und erhältst einen Schuldschein als Nachweis.
T
Tarifrechner – Ein Online- oder Software-Tool, mit dem man Versicherungs- oder Finanzprodukte vergleichen und die passenden Tarife berechnen kann.
Beispiel: Du gibst deine Daten in einen Kfz-Tarifrechner ein und siehst, welche Autoversicherung am günstigsten ist.
Tarifzonen – Bereiche mit unterschiedlichen Preisstufen, z. B. im öffentlichen Nahverkehr oder in Versicherungen.
Beispiel: Deine Monatskarte gilt für die Tarifzonen 1–3, für Zone 4 müsstest du extra zahlen.
Taschendiebstahl – Wenn jemand unbemerkt Dinge aus Taschen, Jacken oder Rucksäcken stiehlt. In Versicherungen ist das oft nur eingeschränkt versichert.
Beispiel: Dir wird im Zug das Portemonnaie aus der Jackentasche gestohlen – das ist Taschendiebstahl.
Transportversicherung – Eine Versicherung, die Waren oder Güter während des Transports gegen Schäden oder Verlust absichert.
Beispiel: Beim Transport von Möbeln mit einem LKW geht eine Couch kaputt – die Transportversicherung ersetzt den Schaden.
Trennung von Ehegatten (Hausratversicherung) – Bei einer Trennung oder Scheidung wird der Hausrat neu aufgeteilt. Jeder Ehepartner braucht danach meist eine eigene Hausratversicherung.
Beispiel: Nach der Trennung schließt du eine eigene Hausratversicherung für deine neue Wohnung ab.
Trennung von Ehegatten (Privathaftpflicht) – Bei einer Scheidung endet die gemeinsame Haftpflichtversicherung. Jeder braucht danach einen eigenen Vertrag.
Beispiel: Nach der Scheidung bist du nicht mehr über die Haftpflicht deines Partners versichert und musst eine eigene abschließen.
Tierhalterhaftpflichtversicherung – Eine Versicherung für Tierhalter (z. B. Hunde- oder Pferdebesitzer), die Schäden abdeckt, die das Tier anrichtet.
Beispiel: Dein Hund läuft auf die Straße und verursacht einen Autounfall – die Tierhalterhaftpflichtversicherung zahlt.
Todesfallleistung – Die Summe, die eine Versicherung im Todesfall an die Hinterbliebenen auszahlt, z. B. bei einer Lebensversicherung.
Beispiel: Nach dem Tod des Versicherten erhalten die Angehörigen 100.000 Euro Todesfallleistung.
Trickdiebstahl – Ein Diebstahl, bei dem der Täter das Opfer ablenkt oder täuscht, um an dessen Sachen zu gelangen.
Beispiel: Jemand spricht dich auf der Straße an, während ein Komplize dir das Handy aus der Tasche zieht – das ist Trickdiebstahl.
U
Übergangsgeld – Eine finanzielle Unterstützung, die Arbeitnehmer während einer beruflichen Rehabilitation erhalten, wenn sie nicht arbeiten können.
Beispiel: Nach einem Arbeitsunfall bekommst du Übergangsgeld, solange du an einer Umschulung teilnimmst.
Unternehmensanleihe – Ein Wertpapier, mit dem sich Unternehmen Geld am Kapitalmarkt leihen. Anleger erhalten dafür Zinsen und am Ende ihr Kapital zurück.
Beispiel: Ein Autohersteller gibt eine Unternehmensanleihe mit 3 % Zinsen aus, um neue Modelle zu finanzieren.
Umschuldung – Das Ablösen alter Kredite durch neue Kredite, meist mit besseren Konditionen.
Beispiel: Du ersetzt deinen alten Kredit mit 8 % Zinsen durch einen neuen mit 4 % Zinsen – das ist Umschuldung.
Umsatz – Die Gesamtsumme aller Einnahmen eines Unternehmens aus Verkäufen oder Dienstleistungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
Beispiel: Ein Restaurant hat im letzten Monat 50.000 € Umsatz gemacht.
Umwelthaftpflichtversicherung (UHV) – Eine Versicherung, die Schäden absichert, die durch Umwelteinwirkungen entstehen, z. B. Boden- oder Wasserverschmutzung.
Beispiel: Aus deinem Öltank läuft Heizöl ins Erdreich – die UHV übernimmt die Sanierungskosten.
Underwriter – Ein Fachmann bei einer Versicherung, der Risiken prüft und entscheidet, ob und zu welchen Bedingungen ein Vertrag zustande kommt.
Beispiel: Ein Underwriter bewertet, ob ein Hochhaus gegen Feuer versichert werden kann und wie hoch die Prämie ist.
Unsicherheit – In der Finanzwelt die Unklarheit darüber, wie sich Märkte oder Ereignisse entwickeln. Sie ist ein Grund für Risiken.
Beispiel: Schwankende Börsenkurse zeigen die Unsicherheit der Anleger über die wirtschaftliche Zukunft.
Unfall – Ein plötzliches, von außen wirkendes Ereignis, das zu einem gesundheitlichen Schaden führt.
Beispiel: Du rutschst auf nassem Boden aus und brichst dir den Arm – das ist ein Unfall.
Unfallbegriff – Die genaue Definition, was als Unfall gilt. Versicherungen legen dies fest, um Streitigkeiten zu vermeiden.
Beispiel: Eine Vergiftung durch Gase kann laut Unfallbegriff auch als Unfall gelten.
Unfallprävention – Maßnahmen, die helfen, Unfälle zu vermeiden oder ihre Folgen zu verringern.
Beispiel: Das Tragen eines Helms beim Radfahren ist Unfallprävention.
Unfallversicherung – Eine Versicherung, die im Falle eines Unfalls finanzielle Leistungen wie Invaliditätszahlungen oder Tagegeld erbringt.
Beispiel: Nach einem schweren Unfall bekommst du eine Einmalzahlung aus deiner Unfallversicherung.
V
Vandalismus – Die mutwillige Beschädigung oder Zerstörung von Sachen durch fremde Personen.
Beispiel: Jemand zerkratzt absichtlich dein Auto – das ist Vandalismus.
Volatilität – Ein Maß für die Schwankungen von Kursen oder Preisen. Hohe Volatilität bedeutet, dass die Werte stark steigen oder fallen können.
Beispiel: Eine Aktie schwankt täglich zwischen 80 € und 120 € – sie hat hohe Volatilität.
Vermögen – Die Gesamtheit aller Werte, die jemand besitzt, z. B. Geld, Immobilien oder Wertpapiere.
Beispiel: Dein Vermögen besteht aus deinem Haus, deinem Auto und deinem Ersparten.
Venture Capital – Risikokapital, das Investoren jungen Unternehmen geben, um deren Wachstum zu finanzieren.
Beispiel: Ein Start-up erhält Venture Capital, um seine neue App zu entwickeln.
Verbindlichkeiten – Schulden oder Verpflichtungen, die eine Person oder ein Unternehmen hat.
Beispiel: Ein Kredit über 10.000 € ist eine Verbindlichkeit.
Verbundene Hausratversicherung – Eine Hausratversicherung, die mehrere Risiken zusammen abdeckt, z. B. Feuer, Leitungswasser und Einbruch.
Beispiel: Nach einem Wasserschaden übernimmt die verbundene Hausratversicherung die Kosten.
Verbriefung – Die Umwandlung von Forderungen (z. B. Krediten) in handelbare Wertpapiere.
Beispiel: Eine Bank bündelt Immobilienkredite und verkauft sie als Wertpapiere an Anleger.
Verkehrssicherungspflicht – Die Pflicht, Gefahrenquellen so abzusichern, dass andere nicht zu Schaden kommen.
Beispiel: Als Hauseigentümer musst du im Winter den Gehweg streuen – das gehört zur Verkehrssicherungspflicht.
Vermögensschaden – Ein finanzieller Schaden, bei dem kein Sach- oder Personenschaden vorliegt.
Beispiel: Ein falscher Finanzrat führt zu Verlusten bei einem Anleger – das ist ein Vermögensschaden.
Vermögensversicherung – Eine Versicherung, die reine Vermögensschäden abdeckt.
Beispiel: Ein Steuerberater macht einen Fehler in der Beratung. Seine Vermögensversicherung übernimmt den Schaden für den Kunden.
Verschulden – Wenn jemand durch eigenes Fehlverhalten einen Schaden verursacht.
Beispiel: Du verursachst durch Unaufmerksamkeit einen Unfall – das ist Verschulden.
Verschuldenshaftung – Die Pflicht, für Schäden einzustehen, die man durch eigenes Verschulden verursacht hat.
Beispiel: Du verschüttest im Laden Kaffee auf ein teures Handy – du haftest wegen Verschuldenshaftung.
Verschuldungsarten – Die verschiedenen Formen von Schulden, z. B. Konsumschulden, Hypotheken oder Unternehmensschulden.
Beispiel: Ein Kredit für ein Auto ist eine Konsumschuld, ein Kredit für ein Haus eine Hypothekenschuld.
Versicherer– Das Unternehmen, das Versicherungsschutz anbietet und im Schadensfall die vereinbarte Leistung erbringt.
Beispiel: Die Allianz oder HUK-Coburg sind Versicherer.
Versicherungsabschluss – Der Moment, in dem ein Versicherungsvertrag durch Antrag und Annahme zustande kommt. Danach besteht Versicherungsschutz.
Beispiel: Du stellst online einen Antrag für eine Hausratversicherung und erhältst kurze Zeit später deine Police – das ist der Versicherungsabschluss.
Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) – Ein Gesetz, das die Tätigkeit von Versicherungsunternehmen in Deutschland regelt und überwacht. Es soll die Stabilität der Versicherer und den Schutz der Kunden sicherstellen.
Beispiel: Das VAG schreibt vor, wie viel Eigenkapital ein Versicherer vorhalten muss, um auch große Schäden abdecken zu können.
Versicherungsbedingungen (AVB) – Die allgemeinen Vertragsbedingungen einer Versicherung. Dort steht genau, welche Leistungen enthalten sind, welche Ausschlüsse gelten und welche Pflichten der Versicherte hat.
Beispiel: In den AVB deiner Kfz-Versicherung steht, dass Glasschäden durch Steinschlag abgedeckt sind, Schäden durch Rennen aber nicht.
Versicherungsbeitrag – Der Betrag, den der Versicherungsnehmer regelmäßig zahlt, um den Versicherungsschutz aufrechtzuerhalten.
Beispiel: Du zahlst jährlich 300 € für deine Haftpflichtversicherung.
Versicherungsbetrug – Wenn jemand absichtlich falsche Angaben macht, Schäden vortäuscht oder übertreibt, um eine Leistung von der Versicherung zu erhalten. Das ist strafbar.
Beispiel: Jemand meldet einen erfundenen Fahrraddiebstahl, um Geld von der Versicherung zu kassieren – das ist Versicherungsbetrug.
Versicherungsleistung – Die Zahlung oder sonstige Leistung, die die Versicherung erbringt, wenn der Schadenfall eintritt. Sie richtet sich nach den vereinbarten Bedingungen.
Beispiel: Nach einem Wohnungsbrand ersetzt die Versicherung Möbel und Kleidung im Wert von 25.000 €.
Versicherungsmakler – Ein unabhängiger Vermittler, der im Auftrag des Kunden arbeitet und Versicherungen verschiedener Anbieter vergleicht. Er erhält eine Provision vom Versicherer, bleibt aber dem Kunden verpflichtet.
Beispiel: Ein Versicherungsmakler sucht für dich die günstigste und beste Haftpflichtversicherung aus.
Versicherungsnehmer – Die Person, die den Versicherungsvertrag abschließt und die Beiträge zahlt. Sie ist Vertragspartner der Versicherung.
Beispiel: Du schließt eine Kfz-Versicherung ab und bist damit Versicherungsnehmer – auch wenn ein anderes Familienmitglied das Auto fährt.
Versicherungsperiode – Der Zeitraum, für den der Versicherungsbeitrag gezahlt wird und in dem Versicherungsschutz besteht. Meist ist das ein Jahr.
Beispiel: Deine Hausratversicherung läuft vom 1. Januar bis 31. Dezember – das ist deine Versicherungsperiode.
Versicherungspflicht – Die gesetzliche Pflicht, bestimmte Versicherungen abzuschließen, um grundlegenden Schutz zu gewährleisten.
Beispiel: In Deutschland besteht eine Versicherungspflicht für Krankenversicherung und Kfz-Haftpflicht.
Versicherungsschein (Police) – Das offizielle Dokument, das den Versicherungsvertrag bestätigt. Darin stehen alle wichtigen Vertragsdetails.
Beispiel: In deinem Versicherungsschein findest du die Versicherungssumme und die vereinbarten Leistungen.
Versicherungsschutz – Der Umfang der Leistungen, die eine Versicherung im Schadensfall übernimmt. Er ergibt sich aus dem Vertrag und den Bedingungen.
Beispiel: Dein Versicherungsschutz in der Reiserücktrittsversicherung gilt nur, wenn du aus gesundheitlichen Gründen stornieren musst.
Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) – Eine besondere Form von Versicherungsunternehmen, bei dem die Versicherten gleichzeitig Mitglieder und Träger des Vereins sind. Gewinne kommen den Mitgliedern zugute.
Beispiel: Viele kleine Krankenversicherungen sind als VVaG organisiert, bei denen die Mitglieder von niedrigen Beiträgen profitieren.
Versicherungsvertragsgesetz (VVG) – Ein Gesetz, das die Rechte und Pflichten von Versicherern und Versicherten in Deutschland regelt. Es sorgt für Transparenz und Verbraucherschutz.
Beispiel: Das VVG schreibt vor, dass ein Kunde vor Vertragsabschluss umfassend beraten und über alle Bedingungen informiert werden muss.
W
Wagniswegfall – Bedeutet, dass das versicherte Risiko wegfällt und die Versicherung nicht mehr benötigt wird. Der Vertrag kann dann beendet oder angepasst werden.
Beispiel: Du verkaufst dein Auto – damit fällt das Wagnis in deiner Kfz-Versicherung weg.
Wachstum – In der Wirtschaft die Zunahme der Produktion oder des Einkommens innerhalb einer bestimmten Zeit. Es wird oft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemessen.
Beispiel: Steigt das BIP eines Landes um 2 %, spricht man von wirtschaftlichem Wachstum.
Wandelanleihe – Eine Anleihe, die dem Anleger das Recht gibt, sie später in Aktien des Unternehmens umzuwandeln. Sie verbindet feste Zinsen mit der Chance auf Kursgewinne.
Beispiel: Du kaufst eine Wandelanleihe mit 3 % Zinsen. Wenn der Aktienkurs steigt, wandelst du sie in Aktien um.
Waisenrente – Eine Rentenzahlung an Kinder, deren Elternteil verstorben ist. Sie soll den finanziellen Verlust teilweise ausgleichen.
Beispiel: Nach dem Tod des Vaters erhält das Kind eine monatliche Waisenrente.
Währungsrisiko – Das Risiko, dass sich Wechselkurse ändern und dadurch Verluste entstehen. Es betrifft besonders internationale Geschäfte oder Anlagen.
Beispiel: Du investierst in US-Aktien. Fällt der Dollar gegenüber dem Euro, verlierst du trotz steigender Aktienkurse Geld.
Wegeunfall – Ein Unfall, der auf dem direkten Weg zur Arbeit oder zurück passiert. Er gilt rechtlich als Arbeitsunfall und ist über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert.
Beispiel: Du stürzt auf dem Arbeitsweg mit dem Fahrrad – das ist ein Wegeunfall.
Wertpapier – Ein Dokument oder eine elektronische Urkunde, die ein Vermögensrecht verbrieft, z. B. Aktien oder Anleihen. Es kann gehandelt oder übertragen werden.
Beispiel: Eine Aktie ist ein Wertpapier, das dir einen Anteil an einem Unternehmen gibt.
Wechselkurs – Der Preis einer Währung im Verhältnis zu einer anderen. Er zeigt, wie viel man für eine Einheit einer fremden Währung bezahlen muss.
Beispiel: 1 Euro = 1,10 US-Dollar bedeutet, dass du für 1 € genau 1,10 $ bekommst.
Wiederbeschaffungswert – Der Betrag, den man aufwenden muss, um eine Sache gleicher Art und Güte neu zu kaufen. Er ist vor allem bei Versicherungen wichtig.
Beispiel: Dein 5 Jahre alter Fernseher wird zerstört. Die Versicherung ersetzt dir den Wiederbeschaffungswert für ein gleichwertiges neues Gerät.
Wildunfall – Ein Unfall, bei dem ein Fahrzeug mit einem Wildtier kollidiert. Solche Schäden sind oft in der Teil- oder Vollkaskoversicherung abgedeckt.
Beispiel: Ein Reh läuft dir auf der Landstraße ins Auto – das ist ein Wildunfall.
Wirtschaftsprüfung – Die unabhängige Kontrolle der Jahresabschlüsse von Unternehmen durch Wirtschaftsprüfer. Sie dient der Transparenz und dem Vertrauen.
Beispiel: Ein Wirtschaftsprüfer bestätigt, dass die Bilanz eines Unternehmens korrekt ist.
Wohngebäudeversicherung – Eine Versicherung, die Schäden am Gebäude durch Gefahren wie Feuer, Sturm oder Leitungswasser absichert.
Beispiel: Ein Sturm deckt dein Dach ab – die Wohngebäudeversicherung übernimmt die Reparaturkosten.
Wohnungswechsel – Der Umzug in eine neue Wohnung. Versicherungen wie die Hausratversicherung passen sich oft automatisch an, müssen aber gemeldet werden.
Beispiel: Nach deinem Umzug meldest du deiner Versicherung die neue Adresse, damit dein Hausrat dort abgesichert ist.
X
Xetra – Ein elektronisches Handelssystem der Deutschen Börse, über das Aktien und andere Wertpapiere gehandelt werden. Es sorgt für schnellen, transparenten und sicheren Börsenhandel.
Beispiel: Wenn du in Deutschland Aktien kaufst, läuft der Handel oft über Xetra.
Y
Yen – Die Währung Japans. Sie wird an den internationalen Devisenmärkten gehandelt und mit dem Zeichen „¥“ dargestellt.
Beispiel: 1 Euro entspricht etwa 150 Yen.
Z
Zahlungsschwierigkeiten (Lebensversicherung) – Wenn ein Versicherungsnehmer seine Beiträge zur Lebensversicherung nicht mehr zahlen kann. Die Versicherung bietet dann oft Lösungen wie Stundung, Beitragsfreistellung oder Reduzierung der Leistung.
Beispiel: Du verlierst deinen Job und kannst deine Lebensversicherung nicht mehr zahlen – die Versicherung stellt sie beitragsfrei, sodass der Vertrag bestehen bleibt.
Zins – Das Entgelt, das man für geliehenes Geld zahlt oder erhält. Er wird in Prozent angegeben und ist eine der wichtigsten Größen im Finanzwesen.
Beispiel: Für einen Kredit über 10.000 € zahlst du 5 % Zinsen pro Jahr.
Zinseszins – Der Effekt, dass nicht nur das ursprüngliche Kapital, sondern auch die bereits erworbenen Zinsen wieder verzinst werden. Dadurch wächst das Vermögen mit der Zeit schneller.
Beispiel: Du legst 1.000 € mit 5 % Zinsen an. Im zweiten Jahr bekommst du Zinsen nicht nur auf die 1.000 €, sondern auch auf die 50 € Zinsen vom ersten Jahr.
Zusatzversicherung – Eine freiwillige Ergänzung zur bestehenden Grundversicherung, die zusätzliche Leistungen bietet.
Beispiel: Zur gesetzlichen Krankenversicherung schließt du eine Zahnzusatzversicherung ab, die hochwertige Zahnbehandlungen übernimmt.
Zusatzversorgung – Eine zusätzliche Altersversorgung, meist im öffentlichen Dienst oder durch Arbeitgeber, die über die gesetzliche Rente hinausgeht.
Beispiel: Als Angestellter im öffentlichen Dienst erhältst du eine Zusatzversorgung zur Rente.
Zuwachsversicherung – Eine Versicherung, die den Versicherungsschutz automatisch erhöht, wenn der Wert des versicherten Gutes steigt.
Beispiel: Dein Hausrat wächst durch neue Anschaffungen, und die Zuwachsversicherung passt die Versicherungssumme automatisch an.
WARUM IST
DIESE VERSICHERUNG
SO WICHTIG
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Gesetzliche
Krankenversicherung
-
Bietet medizinische Grundversorgung mit abgesicherter ärztlicher Behandlung
- Stellt ein verlässliches Solidarsystem für Gesundheit und Vorsorge dar
- Deckt die wichtigsten Krankheitskosten für alle Mitglieder umfassend ab

Private
Haftpflichtverssicherung
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Übernimmt finanzielle Schäden, die Sie Dritten unbeabsichtigt zufügen
- Schützt zuverlässig vor Personen-, Sach- und Vermögensschäden im Alltag
- Gehört zu den wichtigsten Absicherungen für jede private Lebenssituation

Bersufsunfähigkeits-
versicherung
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Sichert Ihr Einkommen, falls Sie dauerhaft nicht mehr arbeiten können
- Bietet finanzielle Stabilität bei Krankheit oder schwerer Einschränkung
- Gewährleistet Planungssicherheit selbst bei längeren Ausfallzeiten

